Rassenportrait

Das älteste Katzenbuch der Welt, das „Smud Koi-Pergament“, eine alte burmesische Handschrift aus der Ayudhya-Zeit (1350 – 1767) beschreibt die Burma so: „Die Augen leuchten wie die Sonne und die Farbe ihres Fells glänzt hell wie Kupfer, alle gefährlichen Dinge werden verscheucht und das Böse in Gutes verwandelt.“ Damals hieß sie „Thong Daeng“ – die Kupferkatze und gehörte neben der Siamkatze zu den Katzenrassen, welche von den Tempelgelehrten als Glückskatzen verehrt wurden.

Die erste „Burmakatze“  wurde 1930 von Rangun nach Amerika gebracht. „Wong Mau“  hieß diese Katze. Sie wurde Stammutter einer neuen Rasse, die man Burma nannte. Der  Stammvater war ein Siamkater Seal-point. Genetisch gesehen ist es wahrscheinlich, dass „Wong Mau“ eine Tonkanesenvariation war.
„Wong Mau“ bekam drei Typen von Kätzchen:
Der erste ist Siam-ähnlich, der zweite liegt genau zwischen den beiden Rassen und wurde später als Tonkanese separat gezüchtet, der dritte ist die moderne Burma. Die Rasse wurde 1936 von der CFA ausschliesslich in der Farbe braun anerkannt.
1952 wurde die Burma von europäischen Verbänden anerkannt. 1959 änderten die Amerikaner den Rassen- Standard einseitig, weshalb die amerikanischen Burmakatzen heute anders aussehen als die europäischen. Sie haben einen kürzeren Kopf, rundere Augen und sind kompakter gebaut. Die britischen Züchter importierten die Burma ebenfalls und begannen parallel mit Zuchtprogrammen. Zu Beginn sahen beide an dieser Kombination involvierten Rassen anders aus als heute: Die Siamkatze hatte keine so überzeichnet schlanke Körperform, die amerikanische Burma war nicht so kompakt und rund wie heute. Das Resultat der parallelen Zuchtbestrebungen waren zwei unterschiedliche Standards.
Die ebenfalls einfarbig braune Havanna oder die Birmakatze  sind von der Burmakatze zu unterscheiden. Seit den 80er Jahren bemüht man sich die Rasse mit neuen Varianten zu bereichern. Die Burmillas, die Smokes und Tabbies sind aber noch nicht anerkannt und so mancher Burmazüchter kann sich nicht mit silbergestromten Katzen mit grünen Augen anfreunden.
Die Burmakatze wird  in 10 Farbschlägen  gezüchtet:
Braun n (die Ursprungsfarbe), Blau a, Chocolate b, Lilac c, Rot d Creme e sowie Braun-Tortie f, Blau-Tortie g, Chocolate-Tortie h und Lilac-Tortie j.
Die Burmakatze ist als Kurzhaarkatze mittelgross, stämmig und muskulös. Sie ist aber nicht so gross wie die Britisch Kurzhaar, noch so langgestreckt und schlank wie die Siam. Der Kopf soll oben rund sein, die Ohren mittelgross und weit auseinander gesetzt. Das Kinn muss ausgeprägt sein, die Nase sollte einen deutlichen Break  aufweisen. Die Augen sollen mandelförmig geschnitten sein, als Augenfarbe kommen Töne zwischen Hellgelb und Bernstein in Frage. Der Schwanz sollte bis zum Schulterblatt der Katze reichen und darf keinen Knick aufweisen. Das Fell ist sehr kurz und weist eine seidige, glänzende Textur auf. Bei den Farben Chocolate und Lilac dürfen die Points etwas dunkler sein.

Burmakatzen sind intelligente, sehr gesellige Tiere. Sie passen sich ihrem menschlichen Partner an, erwarten aber als Gegenleistung tägliche Streicheleinheiten. Die Burma liebt es auch zusammen mit anderen Katzen oder auch anderen Haustieren zu leben. Sie ist sehr lernwillig und aufnahmebereit. Ihrem Charme und ihrer Feinfühligkeit kann sich kaum jemand entziehen.  Burmakatzen brauchen Gesellschaft, sonst verkümmern sie.